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Land Tirol und TIWAG arbeiten gemeinsam am Kriterienkatalog weiter
 
anton_steixner_portrait.www (c) Gerhard Berger
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Nach jüngsten Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Land Tirol und dem TIWAG-Vorstand hinsichtlich des Kriterienkataloges zur Wasserkraftnutzung fanden nun konstruktive Gespräche zwischen Energiereferent LHStv Anton Steixner und den TIWAG-Vorstandsmitgliedern Bruno Wallnöfer und Alfred Fraidl statt.

steixner_ngp_kriterienkatalog
Im Rahmen dieser sehr sachlichen Gespräche wurde die weitere Vorgehensweise im Hinblick auf die Entwicklung des Kriterienkataloges erörtert. Dies ist vor allem deshalb essentiell, da der Bund im Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) die Landesregierungen auffordert, ein Wasserkraft-Planungsinstrument ins Leben zu rufen.

„Das Land Tirol ist hier gefordert, die Marschroute des Wasserkraftausbaus in Tirol festzusetzen. Wenn wir diese Hausaufgaben nun nicht erledigen, wird dies der Bund für uns machen. Aber dies wollen wir mithilfe eines Kriterienkataloges im Sinne unserer Eigenständigkeit jedenfalls vermeiden“, sagt LHStv Steixner.

Gemeinsames Vorgehen aller wesentlichen Interessensgruppen

Nach einer ersten Aufforderung an Energieversorgungsunternehmen, Umweltverbände, etc., eine Stellungnahme zum in Ausarbeitung befindlichen Kriterienkatalog abzugeben, liegt nun ein erster Entwurf vor.

„Jede Interessensgruppe und jeder Interessierte soll in die Ausarbeitung des Kriterienkataloges eingebunden werden. Einer der wichtigsten Partner hierbei ist sicherlich die TIWAG. Nur wenn alle an einem Strang ziehen – sowohl die Energieversorger, als auch die Umweltverbände und die Tiroler Bevölkerung – wird der Wasserkraftausbau in Zukunft von Erfolg gekrönt sein“, weiß Energiereferent Steixner.

Der TIWAG-Vorstand nahm die Einladung zur Weiterentwicklung des Kriterienkataloges gerne an und wird seinerseits in den kommenden Wochen seine Beiträge dazu leisten, den Katalog als energiewirtschaftlichen und ökologischen Planungsrahmen für die Wasserkraftnutzung in Tirol mitzugestalten.

Publiziert am: 17.03.2010 09:40

Rainer Gerzabek
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