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„Künftig sollen in Landesbetrieben, Landesunternehmen, in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern oder Schulküchen so viele heimische Lebensmittel wie möglich verwendet werden", so die Regierungsmitglieder. Mit dem entsprechenden Beschluss setzt die Tiroler Landesregierung unter Einbindung der Agrarmarketing Tirol eine Entschließung des Tiroler Landtages um. Alle Möglichkeiten, die das Vergaberecht zulässt, werden künftig unter dem Gesichtspunkt der Regionalität zu prüfen sein, verweist LHStv Steixner auf den rechtlichen Rahmen. „Die vergaberechtlichen Bestimmungen sind zwar eng, dennoch bieten die neuen Schwellenwerte künftig mehr Spielraum für einen gezielten Einsatz regionaler Produkte. Diese gilt es im Einflussbereich des Landes zu nutzen!“ Darüber hinaus soll vermehrt – auch hier in enger Zusammenarbeit mit der Agrarmarketing Tirol - Überzeugungsarbeit geleistet werden, um auch andere Einrichtungen für den Einsatz heimischer Lebensmittel zu gewinnen. Um den vorgeschriebenen Schwellenwert von 100.000 Euro bei der Auftragsvergabe einzuhalten, kann beispielsweise ein gesamter Lebensmittelauftrag in einzelne Produkte geteilt werden, auch gesundheitliche Aspekte sowie die Befolgung des „Bestbieterprinzips“ und schnellstmögliche Bereitstellung werden berücksichtigt. Hier können heimische Erzeuger punkten. Tirol sagt JA zu regionalen Produkten!
Die Berücksichtigung der regionalen Wertschöpfungskette gerade im Bereich der Anwendung heimischer Lebensmittel kommt der Gesamtbevölkerung zugute. Die Bedeutung regionaler Kreisläufe lässt sich mit einigen Zahlen verdeutlichen. So erwirtschaftet der Tourismus in Tirol sechs Milliarden Euro Umsatz, die touristische Wertschöpfung Tirols beträgt drei Milliarden Euro. Der Tourismus ist – direkt und indirekt – seit Jahrzehnten eine wichtige Einnahmequelle für viele Tirolerinnen und Tiroler. Der Produktionswert der heimischen Land- und Forstwirtschaft beträgt rund 500 Millionen Euro. Trotz schwieriger Bedingungen gibt es immer noch 12.000 bäuerliche Betriebe, darunter rund 5.800 Milchbauern. Die Bewirtschaftung eines Drittels der Landesfläche hängt direkt mit der Vieh- und Milchwirtschaft zusammen.
Grundsätzlich sei Tirol auf einem sehr guten Weg, zeigen sich LH Günther Platter und LHStv Anton Steixner optimistisch. Über 140 Betriebe machen bereits bei "Bewusst Tirol" mit, indem sie Milch und Milchprodukte ausschließlich von Tiroler Bauern beziehen und damit den Umsatz von Milch und Milchprodukten aus Tirol nachhaltig ankurbeln. Auch insgesamt hat sich der Absatz von regionalen Produkten am heimischen Markt deutlich verbessert: Zuwachsraten von bis zu 30 Prozent sind eine sehr erfreuliche Entwicklung. Kurzmeldungen aus der Regierungssitzung
► Tirol-Büro in Brüssel unter neuer Führung: Mit der Leitung des Tirol-Büros in Brüssel wird künftig der Jurist Florian Mast betraut. Der 1975 in Innsbruck geborene Verwaltungsexperte ist seit 2006 im Landesdienst tätig. Er folgt dem bisherigen Tirol-Büro-Leiter Christian Bidner nach. Die Tiroler Präsenz in Brüssel wird somit weiterhin durch einen ambitionierten und kompetenten Mitarbeiter sicher gestellt. ► Landessäuglings- und Kinderheim Axams: Erweiterung und Sanierung Für dieses Vorhaben genehmigt die Landesregierung auf Antrag von LHStv Anton Steixner die Gesamtprojektkosten in der Höhe von rund 2,6 Millionen Euro. Das Landessäuglings- und Kinderheim Axams wurde im Jahr 1950 errichtet und weist wegen seines fortgeschrittenen Alters gravierende bauliche Mängel auf, darüber hinaus leidet die Einrichtung unter einem Raumdefizit. In insgesamt drei Baustufen sollen die unterschiedlichen Häuser mit ihren Teilbereichen umfassend saniert und modernisiert werden. |