O-Ton LH Platter O-Ton LHStv Gschwentner
Die aktuelle Arbeitslosenquote wird mit sechs Prozent angegeben.19.856 Personen sind in Tirol als arbeitssuchend gemeldet. Gestiegen ist aber auch die Zahl der ArbeitnehmerInnen um 1.571 auf 310.000 unselbständige Beschäftigte. Erfreuliche Tendenzen gibt es bei der Kurzarbeit. Derzeit sind 1.879 Personen in 17 Betrieben in Kurzarbeit. Damit sind wir weit weg vom Höchststand im August des Vorjahres mit über 5.000 Personen. Ein deutlicher Rückgang ist auch bei der arbeitslosen Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren zu verzeichnen. Die Problematik der Langzeitarbeitslosigkeit hingegen verschärft sich. Im Bezirksvergleich schneiden die Bezirke Reutte, Landeck und Imst gut ab. Dort ist die Arbeitslosigkeit zurückgegangen. Gleichbleibende Zahlen verzeichnen die Bezirke Lienz und Kufstein. Steigerungen gibt es weiterhin in den Bezirken Innsbruck Stadt und Land sowie in Schwaz und Kufstein. „Es geht – wenn auch langsam – wieder aufwärts“, so der Tiroler Landeshauptmann. 2010 bleibe aber ein schwieriges Jahr, speziell was den Arbeitsmarkt betrifft. Durch Qualifikation zurück in den Job laute daher weiter die Devise. Aus- und Weiterbildung bleiben ein Schwerpunkt in der Arbeitsmarktpolitik des Landes. „Mehr als 13 Millionen Euro stehen im heurigen Jahr allein seitens des Landes für Weiterbildung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Verfügung“, rechnet LH Platter vor. Maßnahmen wie die Winterbauoffensive sichern 1.000 Arbeitsplätze und haben bislang 74 Arbeitsplätze, davon 24 Lehrstellen, geschaffen. Dass die Maßnahmen greifen, belegt LHStv Hannes Gschwentner mit Zahlen. So ist die Arbeitslosigkeit in den Bereichen Holz und Bau um 178 bzw. 111 Personen zurückgegangen. „Das ist auf die Winterbauoffensive und auf die Sanierungsoffensive der Wohnbauförderung zurückzuführen“, ist Gschwentner überzeugt. Wer allerdings weitere Maßnahmen fordere, müsse sich bewusst sein. „Jede Maßnahme kostet das Land Geld.“ Beteiligungsbericht: Die wichtigsten Daten und Fakten über die Beteiligungen des Landes Das Land Tirol und seine 31 Beteiligungen als starke Wirtschaftskraft Eine Gesamtübersicht über alle Unternehmen, an denen das Land Tirol beteiligt ist, bietet der Beteiligungsbericht 2009. Dieser wurde von LRin Patrizia Zoller-Frischauf in der Sitzung der Tiroler Landesregierung vorgelegt. „Das Land Tirol kann über seine Beteiligungen in den verschiedensten Bereichen dazu beitragen, die vielfältigen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Wir leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes und zur Sicherung von Arbeitsplätzen“, so die Wirtschaftslandesrätin. 4.000 ArbeitnehmerInnen zählen die Unternehmen mit Landesbeteiligung. Am meisten Beschäftigte haben der Energieversorger TIWAG mit 1.300, die Landesbank Hypo mit 800 und die private Universität UMIT mit 280 DienstnehmerInnen. Alle drei Unternehmen stehen zu 100 Prozent im Eigentum des Landes. Das Personal der Tiroler Landeskrankenanstalten ist direkt beim Land angestellt und wird im Beteiligungsbericht daher nicht der TILAK zugerechnet. Waren es im Berichtsjahr 2008 noch 30 Unternehmen, an denen das Land über 12,5 Prozent hielt, sind es 2009 bereits 31. Neu im Beteiligungsportfolio ist die ELGA, die elektronische Gesundheitsakte. Das Land Tirol ist an Unternehmungen im Bereich der Energieversorgung, des Verkehrswesen, der Infrastruktur, der Wirtschaft, der Gesundheit, dem Wohnbau und der Kultur beteiligt. Im Beteiligungsbericht sind die wichtigsten Unternehmensdaten wie Geschäftsführung und Aufsichtsrat, Stamm- oder Grundkapital sowie die Anzahl der Dienstnehmer aufgeführt. Die Werte der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung der vergangenen vier Jahre werden gemeinsam mit den Analysen auch grafisch dargestellt. „Der Beteilungsbericht ist damit ein Nachschlagewerk für Entscheidungsträger und für die interessierte Öffentlichkeit“, so LRin Zoller-Frischauf. Kurzmeldungen aus der Regierungssitzung Landschaftsschutzgebiet Mösli: Auf Antrag von LHStv Hannes Gschwentner wird das so genannte Mösli im Gemeindegbiet von Flirsch als Landschaftschutzgebiet ausgewiesen. Besonders erfreut ist Umweltreferent Gschwentner über die Zustimmung der Grundbesitzer zur Unterschutzstellung dieses aus vielfacher Sicht wertvollen Gebiets. Das Hochmoor Mösli umfasst insgesamt 195 Hektar und reicht bis zu den Moränengruppen unterhalb des Riffler Ferners. Die einzigartige Landschaft mit den hochwertigen Feuchtgebietsbeständen macht 1300 Jahre naturkundefachliche Geschichte sichtbar. Das Landschaftsschutzgebiet Mösli ist das 82. Schutzgebebiet in Tirol. Tirol erhält Nachhaltigkeitsstrategie: Was bedeutet der Begriff Nachhaltigkeit für Tirol? Wo steht unser Land in Sachen Nachhaltigkeit? Welche zentralen Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung Tirols gibt es und wo liegen die wesentlichen Aktionsfelder? Antworten auf diese Fragen wird die Tiroler Nachhaltigkeitsstrategie geben. Diese wurde auf Initiative von LH Günther Platter von der Tiroler Landesregierung beauftragt. Ein erster Entwurf soll in einem Jahr vorliegen. Die Bürgerinnen und Bürger werden bei der Erstellung der Nachhaltigkeitsstrategie eingebunden. |