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Auf Initiative des bayrischen Staatsministers für Umwelt und Gesundheit, Markus Söder, kam es bei der Bergstation der Karwendelbahn in Mittenwald zu einem Gipfeltreffen von Vertretern der Regionen Tirol, Südtirol, Bayern, Salzburg, Vorarlberg, Graubünden, Trient und Rhône-Alpes, um eine gemeinsame Alpenstrategie zu entwickeln und eine Alpen-Erklärung zu unterzeichnen. „Die Europäische Kommission hat im Juni 2009 im Auftrag des Europäischen Rats eine Strategie für den Ostseeraum vorgelegt und ist aufgefordert, bis Ende 2010 eine Europäische Strategie für den Donauraum vorzulegen. Da ist es nur gut und recht – sogar unerlässlich – eine Strategie für den Alpenraum zu erarbeiten“, betont Söder. Diese Alpenstrategie erfordert Maßnahmen in den Bereichen: · Anpassung und Prävention zum Klimawandel · Schutz der alpinen Biodiversität durch einen grenzüberschreitenden, mit dem jeweiligen Territorium abgestimmten ökologischen Verbund · Nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressource Wasser, insbesondere durch behutsame Nutzung aus den umliegenden Verdichtungsräumen · Nachhaltige Energieerzeugung und -versorgung innerhalb intelligenter europäischer Energieversorgungsnetze bei einem möglichst hohen Anteil regenerativer Energieträger · Intelligente Energienutzung als Grundlage für die Entwicklung zu einer alpenweiten Energiespargesellschaft · Umweltgerechte Gestaltung des Transit- und inneralpinen Personen- und Güterverkehrs unter Nutzung von Chancen der Elektromobilität, verkehrsorganisatorischen Maßnahmen, Ausbau des Modal Shifts zu Gunsten der Bahn bzw. Öffentlichen Verkehrs und der intelligenten Bewirtschaftung von Verkehrsinfrastrukturen · Stärkung der Beziehungen zwischen inneralpinen Zentren und Peripherie für eine ausgewogene dezentrale Entwicklung in den Alpenregionen, zur Bewahrung des endogenen Innovationspotenziales, zur kulturellen Entwicklung und zur Sicherstellung einer angemessenen Versorgung der Bevölkerung · Erzielung von Wertschöpfung durch Stärkung des ökoeffizienten Wachstums unter Nutzung der endogenen Potenziale und die Vernetzung innovativer Kräfte in den Alpen · Förderung der Eigenverantwortung der Regionen zur Umsetzung bestehender internationaler Rahmenkonventionen in den jeweiligen territorialen Entwicklungsprogrammen „Da es sich bei den Alpen um einen besonders sensiblen Lebensraum handelt, müssen wir gemeinsam unsere Anliegen in Brüssel deutlich machen“, stellt Gschwentner klar. Die Unterzeichnung der Alpen-Erklärung soll eine Initialzündung für ein verstärktes Lobbying für die Belange des Alpenraums innerhalb der Europäischen Union darstellen. Foto: Land Tirol/Iris Reichkendler BU1: Gemeinsam für die Interessen des Alpenraumes: (v.l.:) LR Walter Blachfellner (Salzburg), Umweltreferent LHStv Hannes Gschwentner, Silvia Jost (Bundesamt für Raumentwicklung, Schweiz), LR Erich Schwärzler (Vorarlberg), Staatsminister Markus Söder (Bayern), Vizepräsident Alberto Pacher (Trient), Remo Fehr (Amtsleiter Natur und Umwelt, Graubünden/Schweiz) und Flavio Ruffini (Ressortleiter Umwelt, Südtirol). BU2: Umweltreferent LHStv Hannes Gschwentner unterzeichnet die Alpen-Erklärung. |