Darin ist geregelt, wie mit Abfällen umgegangen werden muss und welche Rechte und Pflichten es für Gemeinden, Unternehmen und die Bevölkerung gibt. Keine Sorge: Mit Gesetzen wie diesem befassen sich ExpertInnen in der Tiroler Landesverwaltung. Was für die Bevölkerung im Alltag relevant ist, wird in Informationsbroschüren des Landes zusammengefasst.
So wird das Service- und Beratungsangebot des Landes kontinuierlich ausgebaut. Aktuelle Broschüren sind „Kompostieren im eigenen Garten“ und „Batterien und Akkus. Das 1x1 für einen sicheren Alltag“. Der Mehrwert: feinster Humus für die eigenen Beete und Sicherheit vor gefährlichen Bränden.
Kompostieren im eigenen Garten. So gelingt’s!
Aus Küchenabfällen, Grasschnitt und Co im eigenen Garten wieder feinste Erde machen – eine tolle Sache und auch für die Umwelt ein Mehrwert. Durch schnittlich 30 Prozent des gesamten Siedlungsabfalls in Tirol sind organische, kompostierbare Reststoffe. „Durch Eigenkompostierung kommt der produzierte Humus wieder in den Naturkreislauf und Transportwege werden eingespart. Wer die Möglichkeit zur Eigenkompostierung im Garten hat und diese auch richtig angeht, leistet daher einen Beitrag zum Umweltschutz“, informiert LR René Zumtobel. Damit der Kompostierungsprozess in angemessener Zeit, ohne Geruchsbelästigung und vor allem ohne unerwünschte Tierplagen vonstattengeht, gilt es folgende Punkte zu berücksichtigen:■ Größe: Pro 100 Quadratmeter Gartenfläche sollte ein Quadratmeter Kompostplatz zur Verfügung stehen.
■ Standort: Halbschattig und windgeschützt, nicht zu weit vom Haus entfernt und frei zugänglich.
■ Material: Gut geeignet sind Strauch- und Baumschnitt, Eierschalen, Kaffee- oder Teesud, Obst- und Gemüseabfälle, Rasenschnitt. Nicht geeignet sind Abfälle wie behandeltes Holz, Papier, Fisch- und Fleischreste oder Speisefette.
So wird aus Abfall feinster Dünger: Das Material braucht Kontakt zum Boden, sollte regelmäßig umgesetzt werden und die richtige Mischung und Schichtung ist ebenso zu beachten wie ausreichende Luftzufuhr.
Allgegenwärtig im Alltag und potenziell „brandgefährlich“: Akkus
Der Großbrand auf einer Recycling-Anlage in Osttirol im Jahr 2025 war ein mahnendes Beispiel: Werden Akkus falsch entsorgt, kann das fatale Folgen haben. Aber auch Brände im Haushalt kommen immer wieder vor. Größere Akkus, etwa von E-Bikes, sollten daher nicht im Haus oder in der Wohnung geladen werden. Zudem empfiehlt es sich, eine passende feuerfeste Ladetasche oder Box zu verwenden.Wie geht man richtig mit Akkus und Batterien um?
■ Immer ein passendes Ladegerät verwenden■ Nicht überladen und für eine möglichst lange Lebensdauer auch nicht vollständig entladen
■ Vor Feuchtigkeit, Hitze, Druck und Stößen schützen
Der Akku ist am Ende seiner Lebensdauer angelangt. Was nun?
Das Wichtigste: Akkus und Batterien dürfen niemals im Restmüll, dem gelben Sack oder der gelben Tonne entsorgt werden. Sie können im Handel zurückgegeben oder beim lokalen Bauhof/Recyclinghof abgegeben werden. Ist eine Batterie bzw. ein Akku in einem Elektrogerät verbaut, sollte diese/r entfernt werden, sofern das mit wenigen Handgriffen möglich ist. Andernfalls – wie beispielsweise bei einer elektrischen Zahnbürste – kann das gesamte Gerät samt Akku/Batterie über den Handel oder am Recyclinghof entsorgt werden.Warum sind der richtige Umgang und die richtige Entsorgung so wichtig?
1 Brandgefahr: Insbesondere Lithium-Ionen-Akkus (der Großteil moderner Akkus) haben eine besonders hohe Energiedichte. Es kann schnell zu einem Kurzschluss kommen. Bei der regulären Müllabfuhr und Verwertung kommt es häufig zu Stößen und Druck, was zu Bränden in Müllwagen, Recyclinghöfen oder Abfallbehandlungsanlagen führen kann.2 Batterien und Akkus enthalten Schwermetalle, Säuren und andere giftige Verbindungen. Nur durch die fachgerechte Entsorgung kann sichergestellt werden, dass keine Gefahr für die Gesundheit und die Umwelt entsteht.
3 Lithium, Kobalt, Nickel und Kupfer: Sie sind oft in Batterien oder Akkus enthalten und wertvolle Rohstoffe. Nur durch die korrekte Verwertung können diese Rohstoffe wieder verwendet werden.
„Die Mithilfe der Bevölkerung schützt die Umwelt und verhindert Brände.“
– LR René Zumtobel