„Wir wollen einen schlanken Staat, der als Ermöglicher auftritt und nicht als Verhinderer. Das ist meine Vorstellung einer modernen Verwaltung“, erklärt Landeshauptmann Anton Mattle. Der Tirol Konvent ist ein Prozess, der folgende Ziele verfolgt: weniger Bürokratie, weniger Papier, weniger Amtsdeutsch. Stattdessen: einfache Anträge, mehr digitale Prozesse, schnelle Entscheidungen, einfachere Verfahren.
Jede Woche eine Entbürokratisierungsmaßnahme
Jede Woche berichtet der Landeshauptmann über eine konkrete Maßnahme, die Regeln vereinfacht, Prozesse optimiert und Verwaltung modernisiert (siehe unten). Seit Beginn wurden bereits über 50 Entbürokratisierungsmaßnahmen behandelt. Und es werden jede Woche mehr. Abseits davon laufen zahlreiche weitere große Projekte – von der Neugestaltung der Website des Landes tirol.gv.at inkl. KI-Funktionen über einheitliche Einkommensberechnungen bei Förderungen bis hin zu Vereinfachungen für Unternehmen.Tirol Konvent als Möglichmacher
BürgerInnen, MitarbeiterInnen und PraktikerInnen aus Wirtschaft, Gemeinden, Vereinen und Systempartnern arbeiten gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungen. „Gemeinsam setzen wir neue Maßstäbe in Sachen Verwaltungsvereinfachung. Mein Dank gilt dem Tirol-Konvent-Team für die gute Arbeit“, so LH Mattle.Projektbeispiele: Weniger Bürokratie von A bis Z.
- Amtssprache vereinfachen. Neuer Leitfaden für einfache Sprache.
- Barrierefreiheit stärken. Beim Bauen und Planen, in der Kommunikation und bei Veranstaltungen.
- Baueinreichung digitalisieren. Bauverfahren in allen Tiroler Gemeinden sollen digitalisiert werden.
- Betriebsanlagengenehmigungen digitalisieren. Aktuell läuft ein Pilotbetrieb für einfachere und schnellere Verfahren.
- Betriebsbewilligungen Behindertenhilfe vereinfachen. Zeitraum zwischen Bewilligung und Inbetriebnahme wird verkürzt.
- Bezirkshauptmannschaft-Services erweitert. Online-Terminbuchungsmöglichkeiten, erweiterte Amtstage, kundenfreundliche Öffnungszeiten und neue Feedbackmöglichkeiten.
- Chatbot installiert. Erster Einsatzbereich: Anonymverfügungen.
- Digital Service Tirol forcieren. Bereits über 94.000 NutzerInnen. Alle digitalen Angebote des Landes werden gebündelt.
- Digitale Verfahrensplattform einrichten. Verfahrensstatus soll digital abgefragt werden können.
- Direktvergabe erleichtert. Einfache und unbürokratische Vergabe öffentlicher Aufträge an heimische Betriebe.
- Energieausweis-Datenbank digitalisiert. Anbindung an Digital Service Tirol.
- Feuerpolizeiordnung neu aufgestellt. Brandschutzrechtliche Überprüfungen werden schneller und einfacher.
- Firmenbuchabfrage digitalisiert. Automatisierte Abfrage.
- Förderungen leicht erklärt. Zusammenfassungen in einfacher Sprache.
- Förder-Referenzmodell initiiert. Einheitliches Modell für Förderungen – inklusive Statustracking – in Ausarbeitung.
- Foto-Self-Service-Stationen installiert. Vom Foto bis zum Ausweis mit nur einem Besuch an der Bezirkshauptmannschaft.
- Genehmigungsverfahren beschleunigen. Konkret bei erneuerbaren Energieanlagen.
- Gewerberechtsbescheide digitalisiert. Rascherer Zugriff bei weiteren Verfahren.
- Gewerbeverfahren beschleunigt. Wegfall manueller Prüfung und Freigabe durch SachbearbeiterInnen (GISA).
- Heizkostenzuschuss vereinfacht. Einfachere Beantragung möglich.
- Unterlagen Jagdprüfung entbürokratisiert. Geburtsurkunde muss nicht mehr beantragt und vorgelegt werden.
- KI-Strategie initiiert. Moderne Technologien sollen Services und Verwaltungsarbeit verbessern.
- Kleinviehweiden neu reguliert. Vereinfachtes Anzeigeverfahren.
- Musikschulwesen verbessert. Neue Website online.
- Online-Beratung erweitert. Tiroler Hilfswerk bietet auch Online-Beratungen an – z. B. bei Förderungen.
- Online-Terminvereinbarung vereinheitlicht. Gleiche Serviceangebote und Leistungen in allen Bezirkshauptmannschaften.
- Projektvorbesprechungen initiiert. Abstimmungen bereits vor Verfahrensbeginn, Sachverständige können bereits im Vorfeld eingebunden werden.
- Servicetage Unternehmen initiiert. Beratungsangebote zu digitalen Services gemeinsam mit der Wirtschaftskammer.
- Stichprobenprüfung bei Förderungen optimiert. Schnellere Abwicklung durch Stichprobenkontrolle bei Arbeitsmarktförderungen vor Förderzusagen.
- Tourismusabgabe-Service verbessert. Bessere Kundenorientierung, verbessertes Beschwerdemanagement und Service-Hotline.
- Vollständigkeitserklärung eingeführt. Gewerbeverfahren: Unterlagen werden sofort geprüft und Bestätigungen ausgestellt.
- Website tirol.gv.at verbessern. Übersicht, Nutzerfreundlichkeit und Suchfunktion steigern und KI-Funktionen einbauen.
- Werkverträge digitalisiert. Von der Vertragserstellung bis zur Unterzeichnung digitaler Dokumente.