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03. Mai 2020

Virtuelle Schule und digitales Lernen

Das Land Tirol an deiner Seite.
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Seit 16. März wird der Großteil der insgesamt 93.000 Tiroler SchülerInnen zuhause unterrichtet. Nun werden Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen schrittweise geöffnet.

Zahlreiche Kinder, Jugendliche und Eltern warten sehnlichst auf die Öffnung von Schulen, Kindergärten, Kinderkrippen und Horten. Am 4. Mai öffnet die Schule für Maturaklassen sowie für die Abschlussklassen der Berufsbildenden Mittleren Schulen (BMS) und der Berufsschulen ihre Tore. „Am 18. Mai öffnen die Volksschulen, Neuen Mittelschulen, Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS) sowie Sonderschulen und die Deutschförderklassen“, informiert Bildungslandesrätin Beate Palfrader. Ab 3. Juni können alle weiteren Schüler- Innen der AHS Oberstufe, BMS und Berufsschulen sowie Polytechnischen Schulen in ihre Klassen zurück.
„Damit ab 18. Mai nicht alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig in den Klassen sind, wird ein Schichtsystem implementiert und sie werden in zwei Gruppen geteilt“, erläutert LRin Palfrader. Während ihrer unterrichtsfreien Tage können die Kinder entweder zuhause oder in der Schule betreut werden.
Auch alle Kinderkrippen, Kindergärten und Horte nehmen am 18. Mai wieder den Betrieb auf. „Wir empfehlen, dass vor allem jene Kinder den Kindergarten wieder besuchen, die das letzte verpflichtende Kindergartenjahr vor Schuleintritt absolvieren oder Sprachförderbedarf haben. Die restlichen Kinder sollten, wenn möglich, nach wie vor zuhause betreut werden“, betont LRin Palfrader. In Tirol gibt es rund 7.000 Fünfjährige, die besuchspflichtig sind, während rund 3.000 Kinder mit vier und fünf Jahren einen zusätzlichen Sprachförderbedarf haben.
In den Schulen und den Kinderbetreuungseinrichtungen gelten strenge Hygienemaßnahmen. So ist die Schule mit einem Mund-Nasen-Schutz zu betreten, danach müssen sich die SchülerInnen die Hände waschen oder desinfizieren. Im Klassenzimmer ist der Mund-Nasen-Schutz nicht verpflichtend, da für genügend Abstand von mindestens einem Meter gesorgt wird.
„Wir wissen, dass die Maßnahmen streng sind – doch sie dienen uns allen, damit wir die Ausbreitung des Coronavirus weiterhin so gut wie möglich eindämmen können“, bittet LRin Palfrader um Verständnis.

„Virtuelle Schule“ für den Unterricht zuhause

All jenen Kindern, die nach wie vor zuhause unterrichtet werden, steht unter anderem eine „virtuelle Schule“ zur Verfügung. Angebote für den Unterricht sowie wertvolle Tipps für das Lernen zu Hause bilden die Kernstücke der Plattform www.virtuelleschule- tirol.tibs.at. „Die immense Herausforderung, von einem Tag auf den anderen den Schulbetrieb auf ‚Distance Learning‘ umzustellen, wurde von Schülerinnen, Schülern, Familien und Lehrpersonal gut gemeistert. Gleichzeitig wurden aber auch neue Möglichkeiten für Verbesserungen ausgelotet. Die neue Webseite ist ein Schritt in Richtung weiterer Professionalisierung. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken – sie haben tolle Arbeit geleistet“, gratuliert LRin Palfrader. Erstellt wurde die Plattform in einem Gemeinschaftsprojekt: Heimische ELearning- SpezialistInnen, RedakteurInnen des Tiroler Bildungsservice in Kooperation mit der Datenverarbeitung Tirol, dem SchulleiterInnenservice, der Schulpsychologie, der Bildungsdirektion und der Pädagogischen Hochschule Tirol.

Digi-Scheck für Erwerb digitaler Endgeräte

Das Land Tirol unterstützt gemeinsam mit der Arbeiterkammer Tirol Familien bei der Anschaffung von mobilen Endgeräten wie Tablets mit dem Digi- Scheck. „Ziel ist es, dass alle Schülerinnen und Schüler Zugang zum digitalen Lernen haben“, betont LRin Palfrader. Der Fördertopf umfasst vier Millionen Euro, davon kommen 800.000 Euro von der Arbeiterkammer Tirol.
Von der Förderung sollen Familien mit Kindern zwischen sechs und 14 Jahren, die eine Schule in Tirol besuchen, profitieren. Die digitalen Geräte müssen für den schulischen Einsatz geeignet sein. Dafür ist vor der Anschaffung Rücksprache mit der jeweiligen Schule zu halten. Zur förderbaren Hardware gehören insbesondere Laptops und Tablets, wahlweise mit Tastatur, sowie Multifunktionsdrucker, die WLAN-fähig sind.
Damit die Förderung gewährt werden kann, darf ein bestimmtes Haushaltseinkommen nicht überschritten werden. Die Höhe der Förderung für den Hardwareankauf beträgt 50 Prozent der förderbaren Kosten, maximal jedoch 250 Euro. Die Förderung ist vor dem Ankauf zu beantragen. Voraussetzung für die Auszahlung ist neben der Förderzusage auch die Vorlage der Rechnungsbelege binnen 21 Tagen nach Ankauf. Pro Familie ist nur ein Ansuchen möglich. Für Geräte, die ab dem 16. März 2020 angeschafft worden sind, ist ein Antrag auch rückwirkend möglich.

Online-Formular für Förderansuchen

Förderansuchen sind mittels Online- Formular bis spätestens 30. Mai 2020 bei der Abteilung Gesellschaft und Arbeit einzubringen: www.tirol.gv.at/gesellschaft
Auskünfte zu den technischen Anforderungen erteilt auch der Verein TIBS unter der E-Mail-Adresse digischeck@tsn.at bzw. telefonisch unter 0676 88508 82120 von Montag bis Donnerstag von 8 bis 14 Uhr sowie Freitag von 9 bis 12 Uhr.
 

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