03. Juni 2026

Vom Passfoto bis zum Ausweis in einem einzigen Behördengang

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Ein amtliches Dokument wie Reisepass oder Personalausweis beantragen, ein biometrisches Passfoto aufnehmen und alle erforderlichen Schritte digital abwickeln – und das alles mit einem einzigen Besuch: Das ist nun an allen Tiroler Bezirkshauptmannschaften möglich.

Was früher mit Schere, Klebstoff und mehrfachem Ausdrucken verbunden war, läuft nun tirolweit vollständig digital ab: An allen acht Bezirkshauptmannschaften steht eine Foto-Self-Service-Station zur Verfügung. BürgerInnen können damit vor Ort selbstständig digitale Ausweisbilder erstellen, die automatisch an die Computer der jeweils zuständigen SachbearbeiterInnen übermittelt werden. Zusätzliche Features wie die Integration von digitalen Unterschriften sowie von elektronischen Zahlungsnachweisen erleichtern den Behördengang noch weiter. Der Vorteil für die BürgerInnen: Sie sparen sich Zeit und Abläufe werden vereinfacht. Das Projekt ist eine zentrale Maßnahme des Tirol Konvents. „Der Tirol Konvent steht für konkrete Verbesserungen im Alltag der Menschen. Die vollständige Digitalisierung des Prozesses zeigt, wie Verwaltungswege vereinfacht und Behördengänge gebündelt werden können“, betont Digitalisierungslandesrat Mario Gerber. Passfotos, die zahlreiche FotografInnen in Tirol anbieten, werden als eBilder oder klassisch analoge Fotos weiterhin von der Behörde entgegengenommen.

Barrierefreier und mehrsprachiger Service

Damit alle BürgerInnen die Fotoboxen nutzen können, sind diese barrierefrei gestaltet. Durch eine auf- und zuklappbare Sitzbank sowie Kabine mit großzügigen Innenmaßen finden auch Menschen mit Rollstuhl ausreichend Platz. Zusätzliche Unterstützung bieten mehrere Haltegriffe. So wird beispielsweise das Auf- und Niedersitzen für ältere Menschen erleichtert. Auch sprachliche Barrieren werden mit der Foto-Self-Service-Station abgebaut: Neben der Amtssprache Deutsch gibt es die Funktionen auch in Englisch. Für die Benutzung der Fotoboxen fallen für die BürgerInnen keine Mehrkosten an.

330 Stunden Zeitersparnis bei 10.000 Reisepässen

Der digitale Prozess der Ausweiserstellung wurde im Vorjahr von der BH Schwaz initiiert und in den vergangenen Monaten schrittweise auf alle Tiroler Bezirkshauptmannschaften ausgeweitet. Im Jahr 2025 wurde das Projekt mit dem Österreichischen Verwaltungspreis ausgezeichnet. Durch den durchgängig digitalen Prozess entfallen mehrere Arbeitsschritte: Das mühsame Ausschneiden und Aufkleben von Passfotos sowie das Ausdrucken und Einscannen von Anträgen gehören der Vergangenheit an. Das spart pro Antrag durchschnittlich zwei bis drei Minuten. Alleine an der BH Schwaz ergibt sich bei rund 10.000 Reisepässen, die im Jahr 2026 neu ausgestellt werden müssen, eine Zeitersparnis von über 330 Stunden bzw. rund acht Arbeitswochen. Einblicke in die Foto-Self-Service-Station an der BH Schwaz: youtube.com/unserlandtirol
 
„Digitalisierung spart Zeit und vereinfacht Abläufe.“
– LR Mario Gerber

 

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